
Das Outback hab'ich mir schon ein bisschen waermer vorgestellt... Mit 15Grad tagsueber und 0Grad (die Nacht bevor -2Grad) ist es in der Australischen Wueste doch ziemlich kalt... vorallem wenn man draussen in einem Swag (eine Art von wasserundurchlaessiger,verschliessbarer Schlafsack mit Matratze, in dem man mit normalem Schlafsack reinschluepft und dann komplett zumachen kann... sieht aus wie ein Sarg...) uebernachtet.
Am Sonntag (17. Juni) hat also der dreitaegige Wuesten-Trip begonnen. Nach einer unglaublich langen, kurvenlosen Fahrt durch die Buschlandschaft Australiens sind wir im Kings Canyon angekommen und haben uns drei Stunden lang die Beine vertreten. Keine Ahnung wie hoch der Canyon ist, aber es war ein recht steiles Stueckchen zu laufen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht war einfach unglaublich schoen...

Uebernachtet haben wir wirklich im Busch, vorher mussten wir jedoch Holz sammeln. Dafuer sind schon ein paar "tote" Baueme umgerissen worden.
Am 2. Tag gings dann zu den Olgas (oder Kata Tjuta). Was frueher ein spiritueller Ort fuer maennliche Aborigines war, ist heute - wie der Uluru - von Touris uebersaeht... leider!
Es wurde viel gewandert, gestaunt und Fotos geschossen!
Uluru bei Sonnenauf- und untergang ist einfach unglaublich farbenfroh... moechte es -trotz eisiger Temparatur - nicht missen!
Zurueck in Alice musste ich mich fuer weitere 3 Tagen beschaeftigen. Durch dass ich meine Fluege einen Tag vor Abflug Perth-Alice Springs umgebucht habe, waren alle frueheren Fluege ausgebucht. Janu, es klingt schlimmer als es wirklich war. In Alice gibt es verschiedene Beschaeftigungsmoeglichkeiten. Da waere die School of the air, wo Kinder im Outback (z.T. 700km von Alice entfernt) via Internet - frueher ueber Funk - unterrichtet werden. Live Unterricht war im $6.50 Eintritt inbegriffen. Unvorstellbar, das Ganze! The Royal Flying Doctor Service ist die australische REGA und ein must-to-see in Alice (naja!). Die neusten Flugzeuge werden uebrigens in der Schweiz produziert... oder so!
Das Baby Kangoroo Rescue Centre ist ziemlich klein und "hobby-maessig" aber soooo suess. durfte ein Joey (babykangoroo) in den Schlaf wiegen. Die Tiere stinken vielleicht...
Danach gings ins Reptile Centre, wo man eine 3m und 10kg schwere Phyton halten "durfte". Eigentlich nicht so eine gute Idee, wenn man Stunden davor ein Joey in den Armen hatte, aber der Reptile Experte stand ja die ganze Zeit neben mir *schluck*. Sind ganz schoen kraeftig, die Viecher.
Ansonsten bin ich keinen giftigen Tieren begegnet *holzklopf*
Nun bin ich also seit ein paar Tagen in Sydney (da Flug umgebucht) und schaue mir Harbour Bridge, Opera House und Bondi Beach bei so ziemlich schlechtem Wetter an. Die lange Duerre ist vorbei und es regnet seit einigen Wochen... Aber niemand beklagt sich... nur die Touris :)
Ansonsten gefaellt mir die Stadt sehr. Viel ist los, niemand ist gestresst (so scheint es auf jeden Fall) und die vielen Wolkenkratzer sind sehr beeindruckend. Wir sind in einem super Backpacker (Sydney ist zwar etwas teuer im Vergleich zu anderen...) mit lauter Deutschen und wenigen HOllaender. Reisen tu ich uebrigens mit Corinne aus Steffisburg BE (deshalb Flug umgebucht). Man ist doch etwas relaxter wenn man mit jemandem reist... und man muss nicht immer die gleichen Konversationen fuehren (Hi, my name is Nina, I'm from Switzerland. I have been to this and this place. My next destination is... What about you?) hehehehe

Am 28. Juni gehts mit Greyhound in den Norden, wo es hoffentlich etwas waermer wird. Erster Stop soll Byron Bay sein. Ich versuche von dort Fotos aufzuschalten...
Liebe Gruesse aus Down Under...
Nina


